Anmeldeverfahren für die Sekundarschule beginnt
Das Anmeldeverfahren für die Sekundarschule Nordlippe läuft von Montag, 13. Februar, bis Freitag, 17. Februar, jeweils von 8 bis 17.30 Uhr. Zusätzlich können Kinder auch am Samstag, 18. Februar, von 10 bis 12 Uhr angemeldet werden.
Die Anmeldungen werden zentral in Bösingfeld, Hackemackweg 25, angenommen. Dafür zuständig ist Luisa Tews im Sekretariat der Hauptschule Extertal (05262-3294).
Eltern müssen die Geburtsurkunde, das letzte Halbjahreszeugnis der Grundschule und den von den Grundschulen ausgehändigten Anmeldeschein ihrer Kinder mitbringen.
Sekundarschule Nordlippe ist genehmigt
Die Bezirksregierung Detmold teilt mit, das der Antrag auf Errichtung einer Sekundarschule Nordlippe im Extertal mit Teilstandort Barntrup vom Schulministerium genehmigt ist. Damit kann das Anmeldeverfahren für unsere neue Schule bereits am 13.02.2012 beginnen.
Offene Türen am 21.01.2012 im Schulzentrum Bösingfeld
Von 10 bis 12 Uhr waren im Schulzentrum am Hackemackweg in Bösingfeld die Türen geöffnet, um die neue Sekundarschule Nordlippe der Öffentlichkeit zu präsentieren. Um 10 Uhr begrüßte Extertals Bürgermeister Hans Hoppenberg sowie die Schulleiter Peter Wehrmann (Hauptschule Extertal), Marita Müller (Realschule Extertal) und Friedrich Dreier (Gymnasium Barntrup) die Gäste in der Mensa.
Anschließend gab es Führungen durch das Gebäude sowie Mitmachangebote für die Schülerinnen und Schüler. Während sich ihr Nachwuchs in diversen Fachräumen - von Physik und Chemie über Kunst und Werken bis hin zum Computer - umschauen und auch Hand anlegen konnte, hatten die Eltern die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.
Eltern für Sekundarschule
Im Rahmen der letzten Schulausschusssitzung wurde bekanntgegeben, dass die erforderliche Elternbefragung zur Ermittlung der beabsichtigten Schulwahl in der Stadt Barntrup sowie in den Gemeinden Dörentrup und Extertal in dem Zeitraum vom 04.10.2011 – 10.10.2011 durchgeführt wird. Befragt werden sollten alle Eltern der Dritt- und Viertklässler in den Grundschulen.
Mit großer Freude dürfen wir Ihnen nunmehr das Ergebnis der Befragung mitteilen:
Insgesamt 172 Eltern der Viertklässler (von 267 Eltern) haben erklärt, dass sie ihr Kind „ganz bestimmt“ bzw. „eher ja“ an der zu gründenden Sekundarschule anmelden würden. Davon haben 51 Eltern kundgetan, dass sie ihr Kind am Teilstandort Barntrup anmelden würden. Dies bedeutet, dass wohl eine insgesamt siebenzügige Sekundarschule (mit einem fünfzügigen Hauptstandort in Extertal und einem zweizügigen Teilstandort für die Klassen 5+6 in Barntrup) zum 01.08.2012 errichtet werden könnte. Das Ergebnis der Drittklässler stellt sich ähnlich dar. Hier erklärten insgesamt 154 Eltern (von 246 Eltern) ihre positive Einstellung zur Sekundarschule. Die Zahl der Eltern, deren Kind den Teilstandort Barntrup besuchen würde, beläuft sich auf 54.
Insgesamt wurden 565 Fragebögen an die Eltern der Dritt- und Viertklässler ausgegeben, davon sind 513 zurückgegeben worden. Dies entspricht einer Rücklaufquote von rund 91 %.
Diese enorm positive Resonanz zeigt eindeutig und unmissverständlich, dass wir „Nordlipper“ uns auf dem richtigen Weg befinden.
Pädagogisches Konzept für die geplante Sekundarschule steht
Um die gemeinsame Schulentwicklungsplanung mit dem Ziel der Errichtung der Sekundarschule zum 01.08.2012 zügig fortzuführen, haben die drei beteiligten nordlippischen Kommunen zwischenzeitlich durch Herrn Spichal das päd. Konzept redaktionell ändern lassen.
Neues pädagogisches Konzept für Sekundarschule Nordlippe
Gemeinschaftsschule wird Sekundarschule
Unsere rot-grüne Landesregierung hat am 19.07.2011 in der Schulpolitik mit der Opposition einen Kompromiss in Sachen Schulpolitik erzielt. Es wird für die Klassen 5 bis 10 eine Sekundarschule geben.
Eine Übersicht über diese neue Schulform finden Sie hier.
Schulkonsens in NRW
Die Debatte über die richtige Schulstruktur in NRW ist über Jahrzehnte sehr emotional und mit großer Heftigkeit geführt worden. Für uns standen stets die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt unserer Schulpolitik. Sie sind der Maßstab unseres Handelns. Im Koalitionsvertrag haben wir deshalb festgelegt, mit allen Fraktionen und Akteurinnen und Akteuren einen Konsens in der Schulpolitik erzielen zu wollen.
Mehr Informationen gibt es hier.
Ein passgenaues pädagogisches Konzept für die überörtliche Schulentwicklungsplanung der Stadt Barntrup und der Gemeinden Dörentrup und Extertal
Mit großem Befremden nehmen wir, die Fraktionen der UWE und der SPD der Gemeinde Extertal, die von Herrn Sauter und einzelnen Ratsmitgliedern der CDU vorgetragenen Stellungnahmen zum Konzeptentwurf für die Gemeinschaftsschule Nordlippe zur Kenntnis.
Zeigten die Räte der Stadt Barntrup und der Gemeinde Dörentrup über alle Parteigrenzen hinweg in der gemeinsamen öffentlichen Ratssitzung am 23.02.2011 ein einstimmiges Votum für den Antrag auf eine Einrichtung einer Gemeinschaftsschule, so gab es im Rat der Gemeinde Extertal von Seiten der CDU und FDP etliche Enthaltungen. Damit wurde der Beschlussvorschlag angenommen und die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Herrn Spichal konnte ihre Arbeit, die Erstellung eines Konzeptes, beginnen.
Dankenswerterweise hat die Schulpflegschaft der Grundschule Bösingfeld in einer Ausschusssitzung ihre Bereitschaft signalisiert, an der Errichtung einer Gemeinschaftsschule konstruktiv mitzuwirken. Einer zügigen Konzeptentwicklung geschuldet, beschränkte man die Arbeitsgruppe auf die Schulleitungen der regionalen Schulen aller Schulformen. In „Elterncafes“ und über die Schulpflegschaften wurden die Erziehungsberechtigten über die Bausteine dieses Konzeptes informiert.
Am 23. Mai wurde in Barntrup den Ausschüssen der drei Kommunen wiederum in einer öffentlichen Sitzung von Herrn Spichal der mit professioneller Kompetenz erstellte Konzeptentwurf vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass es auf der Grundlage des von Herrn Dr. Rösner erstellten Gutachtens zur Schulentwicklung in Nordlippe passgenau auf die besondere Situation der nordlippischen Schullandschaft zugeschnitten ist. Das Gymnasium Barntrup wird in seinem Bestand weiter gefestigt, ein wohnortnahes Angebot für Dörentrup und Barntrup in den Jahrgängen 5 und 6 der Gemeinschaftsschule ist gesichert und der Schulstandort Extertal wird um ein gymnasiales Angebot in Kooperation mit dem Gymnasium Barntrup erweitert. Die rechtlichen Vorgaben der inklusiven Beschulung behinderter Kinder werden beachtet. Darüber hinaus wurde von der Arbeitsgruppe überzeugend der integrative Ansatz der Arbeit in der Gemeinschaftsschule vorgestellt. Dieser Auffassung stimmten die Ausschüsse von Barntrup und Dörentrup in einem von Herrn Bürgermeister Dahle erbetenen Meinungsbild einstimmig zu. Leider konnte sich die CDU Extertal nicht zu einem geschlossenen Meinungsbild durchringen. Die FDP versuchte eine Schulformdebatte, die mit dem eindeutigen Beschluss vom Februar abgeschlossen schien, wieder neu zu entfachen. Eine politische Diskussion über Benotungen, inhaltliche Fragen und „Alltagsbezug“ lehnen wir jedoch ab. Hier vertrauen wir der pädagogischen Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer, ihren Schulleitungen und den zur Ausgestaltung des pädagogischen Konzeptes notwendigen Beschlüssen der Schulpflegschaften.
Wir, die UWE und die SPD, bedanken uns ausdrücklich für die von der Arbeitsgruppe unter der Leitung von Herrn Dieter Spichal geleistete Arbeit. Dieses überzeugende pädagogische Konzept für eine gemeindeübergreifende Beschulung der Kinder in Barntrup, Dörentrup und Extertal ist eine große Chance für Nordlippe, aber auch eine Herausforderung für alle Beteiligten in Politik und Verwaltung, wenn es um die sächliche Ausgestaltung geht. Im Interesse unserer Kinder möchten wir uns gemeinsam mit den anderen beiden Kommunen dieser Aufgabe stellen und freuen uns daher besonders, dass in Barntrup und Dörentrup diese Gemeinschaftsschule eine so breite fraktionsübergreifende politische Unterstützung erfährt.
Die Gemeinschaftsschule ist neben dem Gymnasium ein ergänzendes, breites schulisches Angebot mit gymnasialen Standards. Nun gilt es, dieses sehr gute Konzept werbend in die Elternschaft und ihre Gremien zu tragen in der Erwartung, dass mündige Bürgerinnen und Bürger, selbst in der Lage sind, auf der Grundlage dieses professionell erstellten Konzeptes eine eigene Meinung zu bilden. Dabei werden sie selbstverständlich auf die Beratungskompetenz der Grundschulen zugreifen können. Wir sind sicher, dass die Eltern unser Anliegen erkennen, dass nur eine Schule, die die individuelle Förderung des Kindes in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt, gerade im ländlichen Raum alle Begabungen erschließt und zu entsprechenden Schulabschlüssen führt. Wir sind vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung auch hier in Extertal auf gut ausgebildete junge Menschen angewiesen.
Extertal, den 9. Juni 2011
Für die UWE Fraktion,
gez. Ulrich Wehrmann, Manfred Stoller
Für die SPD Fraktion,
gez. Ralf Wilde, Irmtraut Reineke
SPD-Extertal für Gemeinschaftsschule
Gemeinschaftsschule Nordlippe: Länger gemeinsam lernen, bessere individuelle Förderung und wohnortnah
Gleich drei Kommunen, Barntrup, Dörentrup und Extertal, streben eine Gemeinschaftsschule an. Mit der Bestandsgarantie für das Gymnasium Barntrup soll die Gemeinschaftsschule Nordlippe ihren Sitz in Extertal – Bösingfeld haben. Parallel dazu wird in Barntrup eine Außenstelle für den Jahrgang 5 und 6 eingerichtet.
Die Gemeinschaftsschule ist eine Ganztagsschule. Zeit für Hausaufgaben, Angebote zur Entwicklung von Kreativität, Sport und Entspannung werden über den Tag verteilt. Sie wird von Fachleuten unterstützt und kann mit außerschulischen Einrichtungen zusammenarbeiten. Jedes einzelne Kind wird in der Gemeinschaftsschule gefördert, ohne andere zu vernachlässigen. Sie rückt die individuelle Entwicklung des Kindes in den Mittelpunkt und lässt kein Kind zurück. Die Schule pflegt eine neu Lernkultur. Die Kinder, nicht die Fächer, stehen im Mittelpunkt. Eine neue Organisation und Gestaltung des Unterrichts sowie die Anwendung neuer Lehr- und Lernformen gehören zur Gemeinschaftsschule.
Die Gemeinschaftsschule ist eine selbstständige Schule. Sie trägt mehr Verantwortung und hat gleichzeitig mehr Freiheiten. Sie entscheidet eigenverantwortlich über Förderangebote.
Nach der Grundschule bietet die Gemeinschaftsschule im Jahrgang 5 und 6 in vernetzter Form die Standards aller bisher bestehenden Schulformen, das heißt die des Gymnasiums und der Haupt- und Realschule. In den Jahrgängen 7 bis 10 kann entweder weiterhin integrativ oder schulformbezogen unterrichtet werden. Ein Übergang in die Oberstufe anderer Schulen ist ohne Einschränkungen möglich.
Nun gilt es, das für Nordlippe maßgeschneiderte pädagogische Konzept zu entwickeln. Dabei werden die Schulleitungen der bestehenden Haupt- und Realschulen von Herrn Spichal, einem erfahrenen Fachmann für die Qualitätsentwicklung von Schulen, unterstützt.
So wird dem demografischen Wandel im ländlichen Raum Rechnung getragen. Die Gemeinschaftsschule Nordlippe ist eine Chance für eine umfassende wohnortnahe und schülerorientierte Beschulung.
NRW-Landesregierung startet Modellversuch
Das Modellvorhaben Gemeinschaftsschule
Nordrhein-Westfalen steht vor zwei zentralen Herausforderungen:
- Der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft ist hierzulande immer noch zu groß. Laut KMK-Ländervergleich von 2010 hat ein Kind in NRW aus der obersten sozialen Schicht bei gleicher Leseleistung eine etwa sechsfach höhere Chance, ein Gymnasium zu besuchen, als ein Arbeiterkind. Dabei wünschen Eltern heute, dass Bildungswege länger offen bleiben und ihre Kinder die Chance auf das Abitur erhalten. Es ist deshalb das Ziel der Landesregierung, für mehr Chancengerechtigkeit zu sorgen und mehr Schülerinnen und Schüler zu besseren Abschlüssen zu führen.
- Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen wird bis zum Jahr 2019 um über 300.000 zurückgehen. Das ist ein Minus von fast 16 Prozent. Diese demografische Entwicklung macht es vor allem auf dem Land immer schwieriger, ein attraktives wohnortnahes weiterführendes Schulangebot vorzuhalten. Damit ein Schulsterben verhindert werden kann, muss es gerade in ländlichen Regionen eine Schule geben, die alle Bildungsangebote in sich vereint.
Eine Antwort auf diese beiden Herausforderungen ist die Einführung von Gemeinschaftsschulen - und zwar im Rahmen eines Modellversuchs, der wissenschaftlich begleitet wird. Durch das längere gemeinsame Lernen in der Gemeinschaftsschule sollen mehr Schülerinnen und Schüler zu besseren Abschlüssen geführt werden. Gleichzeitig wird Schulträgern die Möglichkeit gegeben, durch die Zusammenführung bereits bestehender Schulformen zu einer Gemeinschaftsschule ein umfassendes wohnortnahes Schulangebot zu erhalten.
Der Weg zur Gemeinschaftsschule Nordlippe
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Presseartikel zur Gemeinschaftsschule Nordlippe
(aus Lippischer Landeszeitung)
11.02.2012: Anmeldeverfahren beginnt
03.02.2012: Schulministerium genehmigt Sekundarschule Nordlippe
23.01.2012: Großes Interesse an der Sekundarschule Nordlippe
17.01.2012: Am 13.02.2012 beginnt das Anmeldeverfahren
24.05.2011: Nordlipper Kommunalpolitiker setzen auf Integration
24.03.2011: SPD Extertal: Schulentwicklung ist Schwerpunkt zukünftiger Arbeit
03.03.2011: FDP fordert mehr Beteiligung der Bürger
24.02.2011: Breite Mehrheit für Gemeinschaftsschule
23.02.2011: Nordlipper wollen die Gemeinschaftsschule
10.02.2011: Barntrup stellt Weichen für Gemeinschaftsschul-Versuch
02.02.2011: Gemeinschaftsschule nimmt Fahrt auf
29.12.2010: Schulentwicklungsplanung im Blickpunkt der LEADER-Kommunen
17.12.2010: Nordlippe diskutiert über Gemeinschaftsschule
