Unsere Positionen zur Ortskernsanierung Bösingfeld

3. Forum Extertal / Positionspapier für die SPD – Fraktion Extertal

In der 3.Sitzung des Forums Extertals am 26.04.10 sind dem Gremium Pläne zur weiteren Entwicklung des Ortskernes von Bösingfeld vorgestellt worden. Es wurde darum gebeten, vor der abschließenden Beratung in einem 4. Forum Anregungen zu formulieren, möglichst soll eine gemeinsame Auffassung zwischen den Beteiligten erreicht werden. Anschließend wird sich der Rat der Gemeinde Extertal mit den Ergebnissen des Forums befassen.

Der Aufforderung soll entsprochen werden.
In den Anmerkungen wird den in der Sitzung verteilten Folien 1 -11 gefolgt.

Grundsätzlich

Es ist ferner der Auffassungen der Planer zuzustimmen, dass mit der Etablierung des Bruchmarktes und den Einkaufsmöglichkeiten am Bahnhof eine nicht rückholbare negative Entwicklung zu Lasten des Ortskerns von Bösingfeld ihren Abschluss gefunden hat. Der Ortskern hat dadurch eine zum Teil ökonomische Abwertung erfahren, sichtbar am zunehmenden Leerstand von Geschäften. Diese Entwicklung soll durch Aktivitäten der Gemeinde aufgehalten werden, indem touristische, soziale und kulturelle Aspekte des Neubeginnes in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt werden. Das ist allgemeiner Konsens.

Dies hat drittens zur Konsequenz, dass zwangsläufig die Gemeinde Extertal mit den vorgelegten Plänen zur Neuordnung bzw. Weiterentwicklung des Ortskernes sich konzeptionell in die Rolle eines Taktgebers einer künftigen Entwicklung begibt, zumal in der Vergangenheit nennenswerte private Initiativen nicht zum Tragen gekommen sind, abgesehen von den zahlreichen Aktivitäten zur Belebung des Ortkernes durch die örtliche Vereinsgemeinschaft.

Die Überplanung der Flächen bezieht sich auf die Bereiche, auf die die Gemeinde den ausschließlichen Zugriff hat. Das stellt sicher, dass in relativ kurzer Zeit, Erfolge sichtbar werden können.

Durch neue Ideen soll der Ortskern belebt und attraktiv gemacht werden.

Folie 4 / Städtebauliches Leitbild – Zentrum Bösingfeld

Zielsetzung:

Einkaufen – Erleben –Wohlfühlen – Wohnen und Arbeiten – Generationen verbinden

Es werden insgesamt 5 Bereiche städtebaulich neu geordnet:

  • der Abzweig in die Mittelstrasse, die westliche Wegführung ins Zentrum bekommt den Charakter eines Platzes,
  • die Mittelstrasse in ihrer Gesamtheit wird als topzentraler Bereich definiert,
  • die Grünzone um die Kirche wird als Ruhezone/Gemeindepark ausgewiesen,
  • Nord- und Südstrasse werden als zentrumsnahes Wohngebiet mit der Möglichkeit zur Dienstleistung dargestellt, nicht mehr Einzelhandelsgeschäfte,
  • der Alte Friedhof ist künftig als Park der Generationen umzugestalten.

Der Rathausplatz wird zum zentralen Kommunikationspunkt umgestaltet,

Die Rathäuser 1,2,3 werden im Rahmen einer Verwaltungsneuordnung einer Umnutzung unterworfen,

Der Marktplatz ist attraktiver zu gestalten (?) und

Für den Gebäudeleerstand sind ein Leerstandsmanagement und Umnutzungskonzepte zu entwickeln.

 

Das Ganze steht unter der Überschrift:

Bösingfeld – Attraktives Zentrum der Gemeinde Extertal

 

Bewertung:

Prinzipiell ist der Überplanung als Diskussionsgrundlage zuzustimmen, da sie im Wesentlichen an den grundsätzlichen Überlegungen vergangener Jahre anknüpft, die aber aus finanziellen Gründen nicht weiter verfolgt werden konnten.

Weitere Einzelheiten siehe unten.

Folie 5 / Abzweig Mittelstrasse / Wegeführung ins Zentrum

Aufweitung zu einem Platz

Bewertung:

Keine Anmerkungen

Folie 6 / Rathausplatz und Umgebung / Rathausplatz als zentraler Kommunikationspunkt

Folie 7 / Marktplatz und Wochenmarkt / Attraktiver, kommunikativer Platz

Grundsätzlich wird Bezug genommen auf dem Rat bereits vorgestellte Pläne zur Neuordnung der Verwaltungsgebäude. Die gesamte Verwaltung wird an einem Standort, dem Rathaus 3, unter Einbeziehung des Hotels Unter den Linden als Erweiterungsmöglichkeit konzentriert. Das Rathaus 1 soll zu einer Erlebnisgastronomie umgewidmet werden / alternativ: Abriss und Winkelanbau an das bestehende Gebäude City – Frischemarkt, das Rathaus 2 wird als Kulturzentrum mit gastronomischem Angebot darggestellt.

Neu ist der in Abstimmung mit der Verwaltung gemachte Vorschlag auf dem Raum Rathausplatz, eine temporäre Gastronomie einzurichten. Dazu wird planerisch vorgeschlagen den südlichen Einfahrtbereich Rathaus / Hummerbrucherstrasse zu schließen, die gewonnene Fläche als Parkplatz auszuweisen, um so Platz für die Aussengastronomie auf dem eigentlichen Rathausplatz zu erhalten. Konsequenz: Keine südliche Einfahrtmöglichkeit mehr in den Ortskern, sondern nur noch westlich über die untere Mittelstrasse.

Alternativ kann – so die Debatte zu den Plänen - auch eine Aussengastronomie im Pfarrgarten angelegt werden. Der hohe Stellenwert der Aussengastronomie für die Qualitätssteigerung des Ortskerns kommt dadurch zum Ausdruck, dass dieser als " Frequenzbringer" bezeichnet wird.

Alternativ wird für spätere Zeiten ein den Raum Rathausplatz schließender Erweiterungsbau aus städtebaulichen Gründen auf den Flächen Rathaus 1 und Parkplatz Südeinfahrt planerisch zur Debatte gestellt.

Bewertung:

Die alten Vorschläge zur Neuordnung der Verwaltung und damit der zur Verfügung stehenden Rathäuser sind Konsens, verbunden mit einer Umnutzung der Rathäuser 1 und 2. Ansätze zur Realisierung wurden in der Vergangenheit mehrfach unternommen, kamen allerdings wegen der Finanzsituation der Gemeinde Extertal jeweils nicht zum Tragen.

Kritisch nachzufragen ist:

1. Die Schließung der Südeinfahrt,

2. Die Umnutzung des Rathauses 1 zur Erlebnisgastronomie und

3. Die weitere Entwicklungsmöglichkeit des City-Frische Marktes.

Diese Punkte haben leider in der Sitzung des 3.Forums nicht die notwendige Aufmerksamkeit gefunden, sind nicht in ihren Konsequenzen hinterfragt worden. Der vortragende Planer hat unter Hinweis einer ausufernden Fragestellung nur eine punktuelle, nicht aber eine strukturelle Debatte zugelassen. Eine gründliche Erörterung dieser neuralgischen Punkte wäre notwendig gewesen, zumal das Forum nach Möglichkeit dem Rat einen gemeinsamen Vorschlag als Empfehlung unterbreiten soll.

Hierzu die wesentlichen Argumente, die Hintergrund der jetzigen Verkehrsführung sind.

Zur Stützung des Ortskerns und zu dessen weiteren Entwicklung ist in den 80-/90-ziger Jahren die Bebauung östlich des Ortskernes Richtung Hameln in den Osten und an der Waldstrasse in Richtung Süden forciert worden.

Ebenso erfolgte eine Verdichtung der Bebauung östlich und westlich der Hummerbrucherstrasse. Ferner sollte im Sinne einer Quartiersanierung im Ortskern selbst eine Verdichtung der Wohnbevölkerung erreicht werden, nicht geschehen. Damit sollte die ausschließliche Erweiterung des Siedlungsraumes Asmissen - Bösingfeld in südlicher Richtung ausgebremst werden, um nicht den Ortskern in eine immer stärkere Randlage des Siedlungsschwerpunktes Asmissen-Bösingfeld zu verschieben. Ökonomisch ausgedrückt war das Ziel, ein Nachfragepotential für den Ortskern zu bilden. Das war der Rat der damaligen Planungsbüros.

Aus östlicher und südlicher Richtung wird der Ortskern durch die Nordstrasse und die Südeinfahrt Rathausplatz erschlossen.

Nunmehr wird zur Nordstrasse planerisch vorgeschlagen, diese wie die Südstrasse auszubauen, um die Wohnqualität zu erhöhen, also als verkehrsberuhigte Zone. Beides, Schließung der Südeinfahrt und die Umwidmung der Nordstrasse von einer Erschließungsstraße des Ortskerns zur verkehrsberuhigten Zone analog der Südstrasse, wird zu Lasten der Geschäfte im Ortskern gehen.

Alternativ ist an einer Kompromisslösung zu arbeiten, die beiden Zielen Rechnung trägt, nämlich die weitere Erschließung des Ortskerns aus nördlicher und östlicher Richtung aufrecht zu erhalten, bei gleichzeitiger städtebaulicher Aufwertung der Wohnsituation Nordstrasse. Schaffung von Zugangs- und Parkmöglichkeiten privat genutzter PKW hinter den Häusern.

Auf eine Schließung der Südeinfahrt ist aus den vorbenannten Gründen zu verzichten.

Hier ist außerdem daran zu erinnern, dass bei dem 1. Forum eine mögliche Schließung der Südeinfahrt auf den heftigsten Widerstand der Geschäftsinhaber gestoßen ist.

Wird den beiden Vorschlägen der Planer gefolgt, dann ist das Ergebnis, dass die Erschließung des Ortskerns nur noch über den unteren Teil der Mittelstrasse -westliche Einfahrt- erfolgen kann. Die Reduzierung der Einfahrtmöglichkeiten in den Ortskern von 3 auf 1 führt zwangsläufig zu einem Frequenzverlust des Ortskerns und stärkt den Bruchmarkt. Außerdem stellt sich die Frage nach der Vermittelbarkeit einer solchen Neuordnung gegenüber der Geschäftswelt und der Plausibilität eines ins Auge gefassten Leerstandmanagements.

Als Instrument zur Revitalisierung siecher Ortsteile gilt die Ansiedlung bzw. die Erweiterung von Einkaufsmärkten bzw. Geschäften des Einzelhandels. Der City-Frischemarkt verfügt derzeitig über eine Fläche von ca.400 qm und übernimmt die Nahversorgung der Bevölkerung im Ortskern als auch der angrenzenden Siedlungsgebiete. Bei einer Fläche von 400 qm ist der Frischemarkt nicht zukunftsfähig. Siehe dazu entsprechende Gutachten der Marktforschung und der Standortplanung, die alle bei Märkten, um diese bestandsfähig zu halten, von einer Mindestgröße von 800 qm, eher 1.000 qm ausgehen. Aus Gründen der Ortskernentwicklung und der Nahversorgung gilt es, dem City- Frischemarkt eine Entwicklungsperspektive zu geben.

Der Planer schlägt vor, das Rathaus 1 in seinem Bestand zu erhalten und einer Eventgastronomie zuzuführen. Einer Nachfrage hinsichtlich der baurechtlichen Vorschriften eines barrierefreien Zugangs des denkmalgeschützten Gebäudes verbunden mit der Bitte um eine Kurzdarstellung des Konzeptes "Eventgastronomie" wurde unter Hinweis auf die Vorläufigkeit der Planung und des gesetzten knappen Zeitrahmens nicht entsprochen. Die Fragen bleiben dennoch im Raum und sind zur Entscheidungsfindung zu beantworten.

Gleiches gilt für die Entwicklungsmöglichkeiten des City-Frischemarktes. Hier ist eine planerisch die Darstellung einer Neubebauung der Grundstücksfläche Rathaus 1 als Ergänzung zu dem Baukörper City-Frischemarkt in Form eines Winkelanbaus einzufordern. Der City-Frischemarkt könnte sich damit um ca.400/5oo qm erweitern. Bei einer solchen Baumaßnahme wäre auch zum Rathausplatz hin eine Bistrogastronomie möglich. Es stehen sich hier nur scheinbar zwei Konzeptionen gegenüber.

Das Rathaus 2 ist denkmalgeschützt, es wird zukünftig als Kulturzentrum fungieren. Ein erster Schritt in diese Richtung erfolgte mit der Einrichtung einer Heimatstube. Planerisch ist auch da eine Gastronomie vorgesehen.

Das Rathaus 3 ist mit der Liegenschaft Hotel Unter den Linden als neuer einziger Verwaltungsstandort überplant.

Wenn das Ziel der erneuten Ortskernüberplanung die Erreichung eines "Frequenzbringers" ist, dann ist es logisch, sich primär um die Erweiterungsmöglichkeiten des City - Frischemarktes zu kümmern.

Zum Abbruch des Hotels Unter den Linden und Einbeziehung der Fläche für einen Erweiterungsbau Rathaus 3 bleibt festzuhalten, dass das Hotel Stadt Hannover planerisch als abgängig dargestellt wird und damit die Situation entsteht, dass es im Ortskern keine Möglichkeit zur Entwicklung einer Gastronomie / eines Hotels an zentraler Stelle mehr gibt. Es ist darauf hinzuweisen, dass an anderer Stelle im Rahmen des DIEK- Projektes über eine Neuaufstellung des Tourismus debattiert wird. Es erscheint angebracht, das alles in einen Gesamtzusammenhang zu stellen.

In der Folie 7 wird vorgeschlagen, die Flächen Hotel Stadt Hannover (49) neu zu ordnen, Hotelneubau / Wohnungen. Für das Kaufhaus Wehrmann (39) wird ein neues Nutzungskonzept vorgeschlagen, z. Zt. Leerstand.

Wird die vorhandene, leerstehende und geplante Gastronomie im Ortskern aufgelistet, dann ergibt sich nachfolgendes Bild:

1. planerisch dargestellt:

- Eventgastronomie, geplant am Rathaus 1,

- Gastronomie, geplant im Rathaus 2 "Kulturzentrum",

2. vorhandene Gastronomie

- Hotel Stadt Hannover, z. Zt. Abendnutzung, Zukunft unklar,

- Pizzeria,

- Grieche ,

- Café Cuba, zeitweise abends geöffnet,

- Kleines Café, Nordstrasse

- Eisdiele Piccoli

- 2 Imbißstuben

3. Leerstand

- Hotel Timpenkrug, Leerstand, renoviert, keine Renovierung der Hotelebene,

- Hotel Unter den Linden, Leerstand, renovierungsbedürftig

Grundsätzlich besteht ein Bedarf an einer all zeitig geöffneten Gastronomie mit Saalbetrieb und einer Anzahl von Hotelbetten. Anstatt neues zu planen, ist es richtiger, sich auf vorhandenes zu konzentrieren und durch sinnvoll neues zu ergänzen Ansatzpunkt für planerische Überlegungen könnte unter Einbeziehung Rathaus 2 und 3, der Grünflächen Pfarrgarten und Kirchplatz in Verbindung mit einer "integrierten" Gastronomie/Hotellerie des Hotels Unter den Linden ein Gesamtkonzept zu entwickeln, welches den Überlegungen nach einer Aussengastronomie/Biergarten, eines zentralen Spielplatzes, einer Ruhezone und Cafe s gerecht wird.

wird bei dieser Stellungnahme Bezug genommen auf das künftig zu entwickelnde Leitbild der Gemeinde Extertal / Nordlippe, im GIEK- Projekt formuliert, Nordlippe zu einer familienfreundlichen Region zu entwickeln. Dieses Leitbild soll im Endeffekt Antwort geben auf die Folgen des Demografischen Wandels, eine Strategie sein, die bewirkt, dass Menschen nicht fortziehen, sondern im Gegenteil sich in der Region niederzulassen, um hier zu wohnen und zu arbeiten. Familienfreundlichkeit wird eine Bindungswirkung für die Region zugeschrieben. Konkret heißt das, der Grundgedanke der Familienfreundlichkeit muss sich in allen Planungen mehr oder weniger wiederfinden lassen, er ist der generelle Maßstab.

 

Folie 8 / Alter Friedhof / Gestaltung als "Park der Generationen"

Derzeitig erfüllt der Park nicht seine Funktion als Aufenthaltsort für Kinder, Jugendliche, Familien etc. Einmal ist das eine Ergebnis mangelnder Attraktivität und zum anderen ist er nicht fußläufig erschlossen und hat keine Verbindung zum Süd- und Nordhagen.

Der Gedanke, aus der Anlage einen "Park der Generationen" zu machen, ist insofern ziel führend, als er dem Grundgedanken der Kinder-, Familien- und Generationenfreundlichkeit entspricht. Mit dieser Planung wird dem Grundgedanken des DIEK-Projektes "Nordlippe als familienfreundliche Region" entsprochen und erfährt damit laut den Planern eine Förderung durch die Leader-Kulisse. Insofern ist dem Projekt zu zustimmen.

Zu ergänzen ist dieser Vorschlag durch einen wichtigen Hinweis, der entscheidend ist für die Annahme durch das Publikum. Derzeitig ist der Park schlecht bis gar nicht erschlossen. In seiner Lage ist er isoliert und bedarf der Erschießung.

Nicht Bestandteil des Konzeptes ist die Beantwortung der Frage, wie der Generationenpark für Familien mit Kindern, Senioren, Jugendlichen, Radfahrer verkehrsunabhängig erschlossen werden kann. Das führt zu der Frage, die von den Planern nicht beantwortet worden ist, gibt es die Möglichkeit den Ort grundsätzlich verkehrsunabhängig zu erreichen?

Die Beantwortung ergibt sich aus dem historischen Grundriss des Ortskerns von Bösingfeld aus einer Karte von 16..?. Dort wird der Ort begrenzt in westlicher Sicht durch den Zusammenfluss der Nord- und Südasche, nördlich und südlich läuft dazu parallel der Nordhagen- und Südhagenweg; in östlicher Richtung erfolgt ein Ringschluss durch die Pagenhelle und der Nordhagenstrasse. Über die heutige Hamelnerstrasse wird der alte Ortgrundriss in östlicher Richtung verlassen. Westlich laufen die Bahnhofstrasse und die Bruchstrasse auf den Ort zu; Verteilerfunktion des Kreisels. Von dieser Grundstruktur aus ist planerisch der Aufbau eines verkehrsunabhängigen Rad- und Fußwegenetzes anzugehen. Der Park ist durch eine Verlängerung des Südhagens und des Nordhagens anzubinden. Thematisch lässt sich das Projekt dann als die Herstellung eines "Grünen Bandes" rund um den Ortskern bezeichnen, das jeweils Verbindungen zu den Siedlungen ausbildet und die wesentlichen kommunalen Einrichtungen mit erfasst, Kindergärten, Schulen etc. Einen markierten Radweg gibt es lediglich in der Bahnhofstrasse. (Lückenschlüsse)

 

Folie 9 /Nordstrasse / Wohnumfeldverbesserung durch Umgestaltung des Strassenraums

Bewertung

Unter Einbeziehung der vorgebrachten Argumente zur Beibehaltung der Verkehrsführung im Ortskern ist gegen die Planung nichts einzuwenden.

Schlussfolgerungen und weiteres Verfahren

    Aus Kostengründen ist zu den Punkten 3 und 4 ein Kooperationsvertrag mit einer FH/UNI – Fach Architektur o.ä. anzustreben, um im Rahmen von Diplomarbeiten sich Vorstellungen entwickeln zu lassen, die dann Grundlage zur weiteren Diskussion und Entscheidung abgeben. Parallel ist über eine Strategie der Realisierung zu entscheiden.

    5. Der Umwandlung des Parks "Alter Friedhof" in einen "Park der

    Generationen" ist zu zustimmen. Das Projekt ist planerisch in die

    Konzeption eines "Grünen Bandes" zu überführen.

    6.Voraussetzung zur abschließenden Beurteilung der Planung ist eine

    Aussage zum Leerstandmanagement inhaltlicher Art erforderlich.

    Die auf dem 2. LEADER-FORUM vorgestellten Ansätze gelangen nicht

    über eine kommunale Immobilienbörse hinaus.

    Prinzipiell ist eine Beratung für Umnutzung, Renovierungserfordernis

    Hinsichtlich einer Neuvermietung erforderlich (Kosten-/Nutzenrelation)

    • Grundsätzlich ist der Einrichtung einer zeitlich begrenzten Außengastronomie auf dem Rathausplatz zuzustimmen, Sanitäreinrichtung sind am Platz vorhanden,
    • Einer Schließung der Südeinfahrt ist nicht zuzustimmen,
    • Im Rahmen der Neuplanungen des Rathauses 3 ist eine integrierte Gastronomie/Hotellerie vorzusehen, wobei "integriert" bedeutet die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur –sanitäre Anlagen, Saalbetrieb für Rat und Gastronomie, Kommunales Kino, Kongress, Verbandstage etc. Auf dem gegenüber liegenden Grundstück ist Platz für einen Biergarten, ein zentralen Kinderspielplatz und einer Aussengastronomie (Cafe) vom Rathaus 2 aus.
    • Zwecks einer angestrebten Verdichtung der Wohnbevölkerung im Ortskern ist dem Vorschlag der Planer zu folgen, unter Einbeziehung der Grundstücke Thiele (45), Bäckerei Köstering (47) und Hotel Stadt Hannover (49) im Rahmen einer topographisch vertretbaren Lösung einer terrassierten Wohnbebauung bei straßenseitiger Geschäftsnutzung zu zuführen. Es fehlt lauf Aussage der Planer an hochwertigen Wohnraum im Ortskern.

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